Klinik für Chirurgie I

Dr. med. Dipl. Oec. med. Matthias Bausch
Matthias Griesel
MUDr. Paul Luksch
Dr. med. Kerstin Schaffrath-Zimmer

Tel  02621 171-1050
Fax 02621 171-1058

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Darmerkrankungen

Bei uns werden Krankheiten an Dünn-, Dick-, End- und Mastdarm chirurgisch behandelt. Wann immer machbar operieren wir minimalinvasiv. Falls medizinisch indiziert werden sowohl Dünndarmteile als auch Dickdarmteile entfernt. Mastdarmoperationen führen wir nach Möglichkeit unter Erhalt des Schließmuskels durch.

Dünndarm
Die häufigsten chirurgisch relevanten Erkrankungen des Dünndarms sind Darmverschlüsse und Darminfarkte, welche jedoch meist ein chirurgischer Notfall sind, und chronisch entzündliche Darmerkrankung wie der Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Deutlich seltener sind bösartige Tumore, Ausstülpungen der Darmwand (Divertikel) oder Gefäßmissbildungen (Angiodysplasien) sowie chronische Beschwerden durch Verwachsungen.

Eine der bekanntesten chronisch entzündlichen Darmerkrankungen ist der so genannte Morbus Crohn. Die Erkrankung verläuft schubweise mit akuten Phasen von krampfartigen Bauchschmerzen, Durchfall und Fieber. Häufig führt der M. Crohn am Endabschnitt des Dünndarmes zu schweren Wandveränderungen. Er befällt außerdem gerne den Dickdarm oder den Anus.

Die Behandlung erfolgt in der Regel mit entzündungshemmenden Medikamenten; eine OP wird nur bei Komplikationen wie bspw. Vernarbungen, Fisteln o. ä. durchgeführt.

Auch Dünndarmverwachsungen (Adhäsionen) werden in unserer Klinik behandelt. Die genauen Ursachen von Verwachsungen sind noch nicht bekannt. Es wird davon ausgegangen, dass der erste Schritt für die Entstehung von Verwachsungen eine Schädigung des Bauchfells ist, bspw. durch Entzündung oder OP.

An den geschädigten Stellen entstehen Verklebungen, die in der Regel vom körpereigenen Substanzen aufgelöst werden. Geschieht dies jedoch nicht, kommt es zur Umbildung der Verklebungen in feste, bindegewebige Verwachsungen: Die Organe des Bauch- und Beckenraums, beispielsweise Darmschlingen, können aneinander oder an das Bauchfell fixiert werden.

Die meisten Verwachsungen bleiben von den Patienten unbemerkt. Wenn sie zu Symptomen führen, sind es häufig Bauchschmerzen, die immer wieder auftreten, Verstopfung, die über eine längere Zeit andauert, Durchfälle und Blähungen. Wenn Verwachsungen den Darm einengen, kann es auch zum Darmverschluss kommen. Leidet der Patient unter den Symptomen und wiederkehrenden starken Beschwerden, können die Verwachsungen operativ durchtrennt werden, was meist minimalinvasiv geschieht.

Dickdarm
Wir behandeln sowohl gut- als auch bösartige Geschwulste des Dickdarms. Das Kolonkarzinom (Dickdarmkrebs) gilt als zweithäufigstes Karzinom in Europa und Nordamerika.

Ziel der Operation ist die vollständige Entfernung des Tumors, inklusive der dazugehörigen Lymphdrüsen. Eines unserer Ziele während der OP ist die Erhaltung der natürlichen Darmpassage. Nur in sehr seltenen Fällen ist dies nicht möglich. Die anschließende Therapie richtet sich nach den Ergebnissen der feingeweblichen Untersuchung des entnommenen Dickdarmabschnitts.

Natürlich werden bei uns auch Divertikel behandelt. Hierbei handelt es sich um Ausbuchtungen oder Aussackungen der Dickdarmwand, die aufgrund einer Bindegewebsschwäche entstehen. Oft bleiben diese unbemerkt, nur bei Beschwerden spricht man von einer Divertikelkrankheit.

Probleme entstehen dann, wenn sich die Ausstülpungen oder die umliegenden Strukturen entzünden und es zu einer so genannten Divertikulitis kommt. Je nach Schweregrad der Entzündung kann diese beispielsweise durch eine zweiwöchige Medikamenteneinnahme mit einem entzündungshemmenden Wirkstoff therapiert werden. Wenn sich die Entzündung weiter ausbreitet, wird die Therapie ggf. durch die zusätzliche Gabe eines Antibiotikums erweitert. Kommt es jedoch zu einem Darmdurchbruch, einer Entzündung der Darmwand oder zu einem Darmverschluss, muss eventuell operiert werden. Die Behandlung richtet sich also nach der Schwere der Symptome und erfolgt bei uns im Haus in enger Kooperation mit den Kollegen der Inneren Medizin.

Sollte eine Operation notwendig sein setzen wir unseren Schwerpunkt auf minimal-invasive Behandlungsmethoden. Diese bietet zahlreiche Vorteile wie zum Beispiel kleine Narben und eine schnellere Regeneration der Patienten. Im Sinne unserer Patienten legen wir großen Wert auf den Erhalt der natürlichen Kontinenz und des Schließmuskels. Ein künstlicher Darmausgang (Stoma) wird nur in Situationen angelegt, wo es unvermeidbar ist.

Enddarm (inkl. Mastdarm)
Beschwerden am Enddarm kommen recht häufig vor, sind aber immer noch ein Tabuthema. Eine schambedingte Eigentherapie führt in der Regel zu einer Verschlechterung der Symptomatik. Daher ist es wichtig, Betroffene frühzeitig zu informieren, zu diagnostizieren und eine zielgerichtete Therapie einzuleiten. Nur so kann die Prognose der zugrundeliegenden Erkrankung verbessert werden.

Zu den proktologischen Erkrankungen zählen:
  • Hämorrhoiden
  • Stuhlinkontinenz
  • Analabszess
  • Analfistel
  • Perianalthrombose (auch Analthrombose)
  • Anale Warzen
  • Analkarzinom
  • Pilonidalsinus (Steißbeinfistel)


Sprechen Sie uns gerne an - wir helfen weiter!

Sprechstunde: Infos finden Sie auf der Homepage des MVZ Lahntal

Terminvereinbarung unter Tel. 02621 171-1050. Die Praxisräume befinden sich im St. Elisabeth Krankenhaus Lahnstein im 3. OG.